Wie Regentropfen verstreuten wir uns über diese weite, weite Welt
Josef Hora
Wie Regentropfen verstreuten wir uns über diese weite, weite Welt
Im zweiten poetischen Treffen der Reihe „Souznění“ wird das Theaterstück „Jan, der Geiger“ aufgeführt, das auf einem balladenartigen Gedicht basiert. In einer zugleich meditativen und leidenschaftlichen Reflexion kehren wir an die Orte zurück, die Jan als seine Heimat bezeichnete. Doch nun erkennt er sein Land nicht mehr wieder.
Die Menschen, mit denen den Geiger gemeinsame Erlebnisse verbanden, sind fort oder haben sich verändert. Unter dem Symbol der Besatzung (das Werk ist vom Jahr 1939 inspiriert) versteht Jan die Welt nicht, die wie das sagenumwobene Atlantis in Trümmern liegt; er ist nicht in der Lage, ihr neues, krummes Rückgrat zu akzeptieren. Hat sich vielleicht auch er verändert? Wie soll man weiterleben, ohne dabei den Verstand und die Seele zu verlieren?
Die außergewöhnliche Poesie der Musik als letzter Widerstand der Freiheit. In einer Geste, die die Welt zwar nicht verändern, sie aber erhellen und benennen kann. Den Weg aus dem Abgrund der Einsamkeit findet Jan in der Nächstenliebe – in einem Konzert für Kinder und in schlichter Menschlichkeit.
Kreativ
- Regie und Konzept:
- Vít Malota
- Dramaturgie:
- Klára Špičková