Ich habe einen verletzten Finger und die Buchstaben tun mir weh
Jan Skácel
Ich habe einen verletzten Finger und die Buchstaben tun mir weh
Die vierte und letzte Veranstaltung der Reihe „Souznění“ ist der Poesie von Jan Skácel gewidmet – einem Dichter der Stille und der Besinnung, aber auch dem Verfasser einer hervorragenden Bearbeitung von Sophokles’ „Ödipus“.
Skácels Welt ist eine Welt einfacher Worte und fester Formen, in denen sich ein zerbrechliches Gleichgewicht zwischen Mensch, Landschaft und Zeit verbirgt. Seine Verse sprechen nicht laut – sie lauschen vielmehr. Die Poesie wird hier zum Raum der Verantwortung für die Sprache, für die Welt und für das, was unausgesprochen bleibt. Die abschließende Veranstaltung der Reihe endet mit einer Rückkehr zur Stille, in der das Wort wieder an Gewicht gewinnt.
Vier gelegentliche szenische Begegnungen mit Werken tschechischer Dichter, die die Wahrnehmung der tschechischen Sprache maßgeblich geprägt haben. In der Reihe „Souznění“ treffen stets ein Dichter, ein Schauspieler und ein Soloinstrument aufeinander – also lebendige Musik, die menschliche Stimme und Poesie. Die szenischen Veranstaltungen finden jeweils sonntags ab 16 Uhr statt.
Kreativ
- Regie und Konzept:
- Štěpán Pácl
- Dramaturgie:
- Dana Hlaváčová