PROGRAMM

S.K.U.P.A.

Milan Šotek

Milan Šotek

S.K.U.P.A.

Wir setzen unsere dramaturgische Linie fort, die sich mit Pilsner Themen und bedeutenden Persönlichkeiten beschäftigt.

Zuletzt inszenierte Regisseur Radovan Lipus die Geschichte des Malers Gottfried Lindauer. Diesmal konzentrieren wir uns gemeinsam auf eine Persönlichkeit, die nicht nur in Pilsen eine unauslöschliche künstlerische Spur hinterlassen hat – eine Spur, die bis heute lebendig ist! Denn die Puppen Spejbl und Hurvínek unterhalten das Publikum noch immer.

In dieser kabarettistisch angelegten Inszenierung steht vor allem die Geschichte ihres geistigen Vaters im Mittelpunkt: Josef Skupa, eine der bedeutendsten Persönlichkeiten des tschechischen Puppenspiels. Gleichzeitig ist es auch eine Hommage an die Puppen selbst – schließlich erblickte Spejbl 1920 in Pilsen das Licht der Welt, und Hurvínek feiert am 2. Mai 2026 seinen 100. Geburtstag! Und dafür sieht er doch gar nicht so aus, dieser Lausbub mit den großen Ohren.

Patriotisch sei angemerkt, dass Milan Šotek in seinem Stück auch Skupas Zusammenarbeit mit einem weiteren Pilsner, Jiří Trnka, würdigt. Unter anderem fragt er, wie es ist, wenn ein Puppenspieler zwei Figuren gleichzeitig spricht und so einen ununterbrochenen, witzigen Dialog zwischen Vater und Sohn führt. Šotek schreibt seine Revue direkt für die Uraufführung auf den Brettern des Großen Theaters, an dem Skupa selbst einst tätig war: ab 1916 als externer Mitarbeiter, 1922–23 als Leiter der Ausstattung, wo er über 25 Bühnenbilder schuf. So bringen wir Josef Skupa symbolisch in das Theater zurück, das einst seine Heimat war. Skupa im Großen!

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