Der Stau

Antonín Procházka

Das Glück ist quirlig, mitunter springt es auch über Pfützen

Das Quietschen der Bremse, ärgerlich klingende Stimmen, ein über die Köpfe hinweg fliegender Hubschrauber. Wir ahnen, dass die Ruhe der harmonischen Natur unmittelbar darauf zum Schauplatz von etwas Außergewöhnlichem wird. 

Auf unserer Hauptroute, der Autobahn, ist alles zum Erliegen gekommen. Stau in beiden Fahrtrichtungen. Der Gedanke an eine Weiterfahrt gleicht dem reinen Wahnsinn… Unzufriedene Fahrer und ihre Beifahrer beginnen herumzulaufen. Jeder von ihnen hat irgendeine Mission, deren Nichterfüllung fatale Folgen haben kann. Auf dem Spiel stehen Geld, die Karriere, Geschäfte, die Enthüllung von Betrugsversuchen und neu entstehende Leben. Das verzweifelte Bemühen, retten, was zu retten ist, führt zu Zwistigkeiten und physischen Konflikten. Allerdings stellt sich die Frage, ob das scheinbare Unglück in der Endkonsequenz nicht ein Glück ist. Oder zumindest ein Moment, in welchem wir uns dessen bewusstwerden können, was im Leben wirklich Sinn hat. Schwerwiegende Probleme werden durch einen feinen Humor entlastet. Die Situationskomik ist auch mit einem witzigen Scharmützel verbalen Humors gewürzt.

Weltpremiere am 23. Juni 2018 – Neue Bühne des Josef-Kajetan-Tyl-Theaters

Promo-fotos: Klára Žitňanská

In der Vorstelllung werden Tabakprodukte genutzt.