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Die Sache Makropulos

Leoš Janáček

Leoš Janáček gehört zu den bedeutendsten Opernkomponisten des vergangenen Jahrhunderts. Sein Opernschaffen wurde zum festen Bestandteil des Repertoires der Weltopernbühnen. Seine Zeitgenossen schockierte Janáček bereits durch die Auswahl der Themen für seine Opern.

Sa, 7. 11.19:00
So, 22. 11.14:00

Nicht anders war es, als er sich entschied, Karel Čapeks Schauspiel Die Sache Makropulos aus dem Jhre 1922 zu vertonen. Gewiss lockte ihn die geheimnisvolle Frau Elina Makropulos, die Tochter des Leibarztes des Kaisers Rudolf II. Der Kaiser fürchte sich vor dem Tode und so wies er seinen Leibarzt an, für ihn ein Elixier der ewigen Jugend und der Unsterblichkeit zu  brauen. Als das Getränk fertig war, befahl der Kaiser, es an seiner Tochter auszuprobieren.  So verlebte Elina ein über dreihundert Jahre währendes Leben. In der Oper sehen wir sie am Ende ihrer Existenz, des unangemessen langen Lebens müde und sich nach dem Tod sehnend, den sie zugleich fürchtet. Die philosophische Botschaft des Werkes – „Seid nicht töricht, sondern glücklich, dass Ihr so bald sterbt“ – ist auch heute aktuell. In Pilsen wird die Die Sache Makropulos in Form der Oper das erste Mal aufgeführt.

Premiere 17. Oktober 2020 im Großen Theater