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Die Hexen von Salem

Arthur Miller

Den weltbekannten, historischen Thriller schrieb der Klassiker des modernen, amerikanischen Dramas, Arthur Miller, auf der Grundlage tatsächlicher Geschehnisse – nach einem der berühmtesten Hexenprozesse aller Zeiten. Dieser fand im Jahre 1692 im isolierten Umfeld des kleinen Dorfes Salem in Massachusetts statt. Die finstere und zugleich fesselnde Geschichte, eine Variation der „Hexenjagden“ und der Inquisitionsprozesse, wie sie auch in Europa sehr bekannt waren, ist jedoch für Miller vor allem eine metaphorische Allegorie.  

  • Bühne Neue Bühne
  • Premiere Samstag, 05 Februar 2022
  • Altersbegrenzung Ab 14 Jahre
  • Übersetzung:
    Kateřina Hilská
    Regie:
    Adam Doležal
    Dramaturgie:
    Zdeněk Janál
    Ausstattung:
    Michal Syrový
    Kostüm:
    Agnieszka Pátá Oldak
    Musik:
    Petr Zeman
    Lichtdesign:
    Antonín Pfleger
    Inspizient:
    Martin Chmelař
    Souffleur:
    David Kubát

Eine dramatische Darstellung dessen, wie die persönliche Verletzung bzw. der Verrat eines Mannes Einfluss auf die gesamte Gesellschaft nehmen kann, wie leicht man die Volksmenge manipulieren und die Menschen gegeneinander aufhetzen kann – wie leicht man sogar eine Massenhysterie entfesseln oder der Paranoia unterliegen kann. „Innerhalb einer jeden Gesellschaft ist eine latente Panik vorhanden, und sofern sich jemand findet, der skrupellos genug ist, sie zu entfesseln, vermag dies vielen Menschen den Tod zu bringen. Und dieses Schauspiel handelt von einer Stadt, die vor Angst einfach explodiert“, sagt Miller selbst. Sein Schauspiel ist somit auch eine Warnung vor dem Fanatismus, der in vergangenen Zeiten gleichermaßen gefährlich war, wie er heute gefährlich ist. Insbesondere dann, wenn er sich in populistischer Manier hinter der Maske der scheinbar wahren demokratischen, rechtlichen und religiösen Werte verbirgt.  

Premiere 5. Februar 2022, Neue Bühne des Josef-Kajetán-Tyl-Theaters